Mit pastoser Leichtigkeit mischt Heike Röhle Farbfelder und Räume, die sie mit collagierten Elementen, Zeichnungen, Schrift und Fadenkonstruktionen bespielt. Die Verbindungslinien ihrer Mixed-Media-Werke symbolisieren die Beziehungsnetze, in denen wir leben, so die Künstlerin. Die Verbindungen entstehen in Röhles Werkprozess in Phasen der Konstruktion und Dekonstruktion. 

 

Auch nach Vollendung des Werkprozesses bleiben sie eine Zusammensetzung aus Fragmenten, die verbunden sind und doch für sich stehen. Ein sanfter Umgang mit gefundenen, angeeigneten und frei gestalteten Bildelementen prägt dabei das Bildganze von Röhles Werken. So fragil ihre Arbeiten auf Papier im einen Moment erscheinen mögen, so tragend wirkt ihre Ausgewogenheit im nächsten. Gekonnt spannt die Künstlerin ihre Fäden zwischen unterschiedlichen, menschlichen Befindlichkeiten.

Annina Pandiani, Kunsthistorikerin

Ausstellung: Fadenscheinig – der Schein des Fadens, vielfältig Produzenten Galerie, Klostertorkel Maienfeld